Donnerstag, 14. Dezember 2017

Tiere zu Weihnachten?

Jedes Jahr wird es wieder zum Thema. Soll man ein Tier verschenken? Meist sind ja dann Kinder die Beschenkten.

Allerdings sollte man darauf verzichten, Tiere zu verschenken ohne vorher ausgiebig mit den Kindern oder mit den Erwachsenen darüber gesprochen zu haben. Es ist schnell gesagt "Ich will einen Hund!". Jedoch ist gerade Kindern nicht klar, was damit für eine Verantwortung verbunden ist und ein Arbeitsaufwand.






Wenn du einem Kind ein Tier schenken willst du Weihnachten, dann rede mit dem Kind darüber und erkläre, was das Tier für eine Pflege braucht. Selbst wenn es ein Hamster ist, dann muss der Käfig ständig sauber gemacht werden. Auch sind Hamster nachtaktive Tiere. Weder eigenen sie sich dazu, am Tag mit ihnen zu spielen noch überhaupt mit ihnen zu spielen.

Das gilt auch für Meerschweinchen und sonstige Tiere. Sicher kann man mal mit den Tieren spielen. Aber dann sollte man auch berücksichtigen, wie empfindlich die Tiere sind und andere Dinge. So kann eine Katze auch mal mit ihren Krallen kratzen. Was aber dann eher Spielerei für das Tier ist statt ein aggressives Verhalten.

Oder ein Hund kann auch mal beißen, was dann aber ebenfalls nicht aggressiv gemeint ist von dem Tier, sondern eher als Spiel.

Über solche Dinge muss man mit einem Kind reden. Man muss dem Kind sagen, welche Verantwortung ein Tier mit sich bringt. Auch muss man sehen, was man mit dem Tier macht wenn man in Urlaub fährt. Oft werden Tiere gerade zur Urlaubszeit einfach ausgesetzt. Man kennt die Bilder, auf denen Hunde an einer Landstraße angebunden wird. Der Hund versteht dieses Verhalten nicht. Zum anderen ist so ein Verhalten - sorry - UNTER ALLER SAU!

Es gibt also verschiedene Dinge, die man klären sollte, BEVOR man ein Tier anschafft. Und darüber muss man auch mit einem Kind reden. Als Erwachsener muss man dann natürlich darauf achten, dass sich das Kind an die Absprachen hält.

Ich empfehle dabei, die einzelnen Punkte wie Pflege des Tieres, Fütterung und auch Säuberung des Umfeldes schriftlich in einer Liste festzuhalten. Dann muss das Kind diese Liste unterschreiben. Natürlich hat das keine rechtliche Bedeutung. Aber damit macht man dem Kind dann klar, dass es wirklich wichtig ist, sich an die einzelnen Punkte zu halten.

So ist die Vorbereitung auch etwas zeitintensiver und keine spontane Aktion. Weder für das Kind noch für die Erwachsenen.




Und gerade bei Kindern sollte man spontane Aktionen vermeiden. Denn gerade Kinder können sich für etwas erst mal begeistern und in 2 Tagen ist wieder alles anders.

Ich sage also nicht generell, dass Tiere nicht unterm Weihnachtsbaum gehören. Wenn man VORHER einige Dinge geklärt und geregelt hat, kann man das machen. Aber auch nicht das Tier vorher irgendwo verstecken um es dann im wahrsten Sinne des Wortes unterm Weihnachtsbaum zu legen. Das hat kein Tier verdient, irgendwo in einem dunklen Raum zwischengelagert zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen